Vitamin D2 – Ergocalciferol

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Normalerweise entsteht das Vitamin D2 im Körper bei UV-Einwirkung auf der Haut über die Zwischenstufe des Präcalciferols. Das Vitamin D2 ist fast vollständig an Plasmaproteine im Blut gebunden.

Es blockiert die Kalziumausscheidung über die Niere und sorgt gleichzeitig für die Kalziumaufnahme im Darm. Weiterhin aktiviert es die für den Knochenabbau und damit die Kalziumfreisetzung aus den Knochen zuständigen Osteoklasten, aber auch die Aktivität der Osteoblasten, die für den Knochenaufbau zuständig sind. Schon verhältnismäßig kurze Zeiten der UV-Einwirkung auf die Haut genügen, um ausreichend Vitamin D bilden zu können, damit der Tagesbedarf gedeckt ist.

Oft wird über die Gabe pharmazeutischer Vitamin D-Präparate in diesen Prozess eingegriffen.

 

Die Empfehlungen für den notwendigen Bedarf an Vitamin D der vorhandenen Organisationen und Gesellschaften sind sehr verschieden. An welchen Maßstäben sie gemessen werden und nach welchen Kriterien sie festgelegt werden, ist sehr undurchsichtig, weshalb ich an dieser Stelle nicht auf diese eingehen werde-. Bei der Bewertung sollte man sich jedoch auch überlegen: Der menschliche Körper ist sehr komplex und hat über die Jahrmillionen der biologischen Entwicklung eine Optimierung erfahren. Ob der Mensch die Prinzipien vieler Zusammenhänge vollständig durchschaut, sei dahin gestellt sein, jedoch versucht er oft, das natürlich vorhandene Optimum, das sich nach Millionen von Jahren eingestellt hat, zu optimieren – was manchmal dabei heraus kommt, kann man sich z.B. auch bei modernen Obst- und Gemüsesorten ansehen: Tomaten, die wie Radieschen schmecken, Erdbeeren, die schön aussehen aber nach nichts schmecken und Wirsingkohl, mit dem man Nägel in die Wand schlagen kann.

 

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