Shiitake, Lentinus edodes

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Shiitake, Lentinus edodes

 

Namen: Shiitake, Shii-Take, Lentinus edodes

 

Der Pilz ist ein Speisepilz, wird aber auch in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet.

Verwendung findet er bei Entzündungen, Tumoren, Magenleiden, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Leberzirrhose, Arteriosklerose

In China galt er auch als würdiges Geschenk für Kaiser und Könige, er wird dort seit mindestens 2000 Jahren verwendet, gilt dort als besonderer Leckerbissen und Heilmittel. Der Schon seit mehr als 1000 Jahren soll der Pilz in China kultiviert werden. Heute beträgt die Produktion in China mehr als 2 Mio. Tonnen pro Jahr.

Der Pilz gilt heute als hervorragender Speisepilz mit besonderem Aroma, das auf das enthaltene Lenthinonin zurückzuführen ist.

Inhaltsstoffe des Pilzes sind viele Proteine, Kalium, Zink, Eiweiße und essentielle Aminosäuren, Leucin, Lysin, Lenthinonin, Nukleinsäuren, Vitamin B1, Vitamin B2, Ergosterin als Vorstufe des Vitamin D2, Eritadenin. Seine Inhaltsstoffe sind in der Lage, das körpereigene Immunsystem zu aktivieren.

In der chinesischen Volksmedizin gilt Shiitake als Blutaktivator und fast als Allheilmittel. Er wird bei Masern der Kinder verwendet, ist aber auch Mittel gegen Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Schwächezustände, Erkältung, Wassersucht, Pocken und gilt als Mittel gegen Pilzvergiftungen. Der Shiitake gilt in China auch als Mittel, um der Alterung vorzubeugen und wird auch als Schutz für die Gesundheit, bei Stress und Erschöpfung verwendet. Regelmäßige Nutzung von Shiitake soll vor Leberzirrhose, Gefäßsklerose, Dermatitis und Bluthochdruck schützen.

In Japan findet er Verwendung bei sexuellen Störungen, Neuralgien, Allergien, Hämorrhoiden, Magengeschwür, Gicht, Kurzsichtigkeit, Verstopfung, Bluthochdruck.

Wissenschaftliche Studien konnten einige volksmedizinische Verwendungen bestätigen, so wurde eine Wirksamkeit gegen Erkältungen und auch ein Schutz gegen Infektionen des Grippevirus Typ A gefunden. Dabei wurde die Vermehrung der Grippeviren in Versuchstieren unterdrückt. Auch bei Diabetes und Schwächen und Leiden der Leber wurden positive Wirkungen festgestellt. Bei Menschen konnten positive Wirkungen gegen chronische Hepatitis B beobachtet werden.

Shiitake war in der Lage, den Gehalt ,,böser“ Cholesterine wie LDL und VLDL im Blut zu senken. In Asien wurden weitere Forschungen betrieben, die Wirkungen von Shiitake bei Arthritis, Rheuma und Migräne nachgewiesen haben.

Auch gegen Krebs, z.B. die Zelllinie Sarkoma 180 wurde Wirkung festgestellt. Extrakte waren i.d.R. in der Lage, das Wachstum der Tumore um 70-90% zu verringern, in mehr als der Hälfte aller Fälle im Tierversuch wurde der Krebs sogar geheilt. Verantwortlich hierfür wird der Inhaltsstoff Lentinan, ein Polysaccharid, gemacht, das in weiteren Tierexperimenten tumorhemmende Wirkungen zeigte und die Funktionen des körpereigenen Immunsystems sowie die Mobilisierung der Killerzellen aktivierte.

In Asien wird Shiitake als immunsystemstärkendes Mittel verwendet, um besonders bei geschwächtem Immunsystem dessen Aktivitäten zu unterstützen. Als Anwendungsfälle seien hier AIDS, Allergien, Candida, Erkältungen, Grippe, Infektionen, Krebs genannt.

 

Literatur:

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