Hericium erinaceus, Löwenmähne

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Hericium erinaceus, Löwenmähne

 

Name: Igelstachelbart, Löwenmähne, Affenkopfpilz, Yamabusitake, Lion’s mane, Hericium erinaceus

Dieser Pilz wächst an alten Laubbäumen, besonders an Buche und Eiche, manchmal auch an Nussbäumen und Apfelbäumen. Der Fruchtkörper erinnert an eine Löwenmähne oder auch an einen Affenkopf. Er ist essbar und gilt besonders in China auf Grund seines intensiven Aromas als hervorragender Speisepilz.

Der Igelstachelbart ist reich an Kalium, Phospor, essentiellen Aminosäuren, Polysaccharide und Polypeptide.

Studien zeigten, dass die enthaltenen Polypeptide und Polysaccharide im Tierexperiment das Immunsystem steigerten und zu signifikanten Hemmungen von Krebszelllinien des Typs Sarkoma 180 führten. Andere Studien zeigten eine Wachstumshemmung des Ehrlich Aszites Karzinom.

Der Igelstachelbart bzw. Löwenmähne (Hericium erinaceus) hat immunmodulierende Eigenschaften, die durch Studien untermauert wurden. Er enthält hohe Anteile an Polysaccariden, wobei besonders die beta-D-Glucane sehr wirksam sind. Der Pilz enthält bis zu 15% beta-D-Glucane.

In der tradtionellen Medizin wird der Pilz zur Behandlung von Entzündungen und Geschwüren des Magens (Magengeschwür, chronische Magenschleimhautentzündung) genutzt. Die Ausbildung von Magengeschwüren kann durch den Einfluss des Bakteriums Helicobacter pylori bei geschwächten Abwehrkräften erfolgen. Hier kann der Pilz das Immunsystem stärken und die körpereigenen Abwehrkräfte stärken und der Bildung von Magengeschwüren vorbeugen. Extrakte des Pilzes werden in China gegen Magenschleimhautentzündung, Zwölffingerdarmgeschwür, Magengeschwür und chronisches Magenkatarrh, Speiseröhrenkrebs und Magenkrebs verwendet. Auch als allgemeines Stärkungsmittel, bei Erschöpfungszuständen und bei Nervenschwäche finden die Pilze Verwendung. Wissenschaftliche Studien haben diese traditionelle Verwendung bestätigt.

Besonders Autoimmunerkrankungen, Rheumathismus, Arthritis und Allergien profitieren von den immundmodulierenden Eigenschaften. Ein starkes Immunsystem ist auch Voraussetzung, damit unser Körper Entzündungen und Infektionen durch Viren und Bakterien selbst bekämpfen kann.

Studien haben Wirkungen gezeigt, die Wirkungen von Fettstoffwechel-Störungen gemindert haben. Auch Einflüsse auf den Blutzuckerspiegel konnten gezeigt werden. Dabei kam es zu einer signifikanten Abnahme des Serum-Glucose-Spiegels unter gleichzeitiger signifikanter Erhöhung des Serum-Insulin-Spiegels.

Manche enthaltenen Inhaltsstoffe – besonders die enthaltenen Hericenone und Erinacine – sind in der Lage, den Nervenwachstumsfaktor (NGF = Nerve Growth Factor), ein Protein, das für das Wachstum, den Erhalt und das Überleben sowie die Regeneration von Nervenzellen wichtig ist, zu stimulieren und anzuregen. Bei einem Mangel von NGF sterben Nervenzellen und Neuronen ab, weshalb es für das Überleben der Nervenzellen als lebenswichtig angesehen wird. NGF ist in der Lage, Nervenzellen zu schützen und die Degeneration von Nervenzellen, was u.a. zu Alzheimer führen kann, zu verhindern. Bisher sind die Hericenone und Erinacine die einzigen bekannten Substanzen,  welche die Produktion der NGF anregen können, die in natürlichen Produkten gefunden wurden. Hericenone und Erinacine wirken auch auf andere Gehirnbereiche, so dass sie Leiden von manisch-depressiven Krankheiten oder auch am Rett-Syndrom sowie Beschwerden in den Wechseljahren positiv beeinflussen könnten.

Beachtet werden sollte jedoch, dass der Pilz nicht zusammen mit immunsuppressiven Medikamenten verwendet werden sollte. Entsprechende Medikamente kommen z.B. nach Organtransplantationen zur Anwendung. Auf Grund seiner blutzuckersenkenden Eigenschaften kann es bei manchen Personen zu verstärkter Müdigkeit kommen, die sich u.U. durch Aufnahme von Zucker in der Nahrung oder zuckerhaltigen Flüssigkeiten ausgleichen lässt.

 

Literatur:

  • Wong, Jing-Yang, et al. „Gastroprotective effects of Lion’s Mane mushroom Hericium erinaceus (Bull.: Fr.) Pers.(Aphyllophoromycetideae) extract against ethanol-induced ulcer in rats.“ Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine 2013 (2013).
  • Ying, J., et al. „Icones of medical fungi from China.“ Science Press, Beijing (1987).
  • Improving Effects of the Mushroom Yamabushitake (Hericium erinaceus) on Mild Cognitive Impairment: A Double-blind Placebo-controlled Clinical Trial
  • Antihyperglycemic and antihyperlipidemic activities of aqueous extract of Hericium erinaceus in experimental diabetic rats
  • http://oriveda.com/zips/LM-clinical-trial-anxiety.pdf

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