Grifola frondosa, Maitake

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Grifola frondosa, Maitake

Name: Grifola frondosa, Maitake, Klapperschwamm

Begriff Maitake bedeutet im japanischen sinngemäß ,,tanzender Pilz“, der die Freudentänze der Menschen über den Fund des Pilzes umschreibt. Stellen, an denen der Pilz gefunden wurde, wurden von den Sammlern streng geheim gehalten, damit ihnen kein anderer die Freude über den Fund nehmen konnte. Er gilt als Vitalpilz und wird seit langer Zeit auch als Medizin und Nahrungsergänzungsmittel genutzt.

Inhaltsstoffe des Pilzes sind bis zu 60% Polysacharide, in denen mehr als 20 verschiedene Substanzen enthalten sind, die das Immunsystem stärken, darunter bis zu 15% beta-Glucane.

Weiterhin sind auch Grifolan, Grifolin,  d-Fractin, Proteoglycane, Proteine, Fett, Sterole, Lecitin, Entzyme, Niacin, Nuleotide wie Guanylsäure, aber auch Vitamin D bzw. Ergosterin (eine Vorstufe des Vitamin D), Vitamin B1, Vitamin B2 und viele Mineralstoffe wie z.B. Eisen, Zink, Phosphor und Kalium enthalten.

Aus den im Pilz enthaltenen ungesättigten Fettsäuren  konnten u.a. Oleinsäure, Linolensäure, Elaidinsäure, Lecithin, Phosphinsäure und Glycerolipide isoliert werden.

Nukleotide sind für den Aufbau der Nuleinsäure, einem Bestandteil der Zellkerne, wichtig.

Einige in Maitake enthaltene beta-Glucane wie das Griolan und d-Fraction haben in Studiien zur Verstärkung des körpereigenen Immunsystems geführt, was auch im Blutbild durch verstärkte Makrophagen, Killerzellen und T-Lymphozyten nachweisbar war. Maitake soll intakte Körperzellen schützen und ihre Lebensfähigkeit erhöhen – was auch an den weißen Blutzellen nachweisbar war.

Die Stimulierung des Immunsystems und die Aktivierung körpereigener Abwehrzellen wirken antiviral und stärken auch die Infektionsabwehr. Studien weisen auch auf eine direkte Abwehr des AIDS verursachenden HI-Virus und des Hepatitis-B Virus hin.

Im Tierexperiment konnten Funktionen des Leberschutzes nachgewiesen werden.

Maitake war in Studien und Experimenten in der Lage, das leberspezifische Lipoprotein (LSP), den Totalcholesterinspiegel, das High-density Lipoprotein (HDL) und den Low-density Lipoproteinspiegel (LDL) zu senken.

In der Krebstherapie gilt er als immunstimulierend. Er ist in der Lage, die Leukozyten zu aktivieren und damit das Immunsystem zu stärken und Immunreaktionen in Gang zu bringen. Durch die Einnahme von Maitake könnte es zu einer Verhinderung der Metastasenbildung kommen, jedoch soll er auch gegen vorhandene Tumorzellen wirksam sein. In Tierexperimenten wurde eine Wachstumshemmung von bis zu 90% an Krebsgeschwülsten festgestellt, die durch die Aktivierung der Makrophagen sowie der körpereigenen Killerzellen und T-Killerzellen zugeschrieben wurde. Zugeschrieben wurde dieser Effekt den enthaltenen Polysacchariden.

Bei chronischen entzündlichen Darmerkrankungen wie z.B. Morbus Crohn, waren Extrakte des Pilzes in der Lage, die Darmentzündungen durch Unterdrückung der NTF-Alpha Produktion zu lindern.

Er gilt als Nahrungsergänzungsmittel in der begleitenden Krebstherapie auch während der Strahlentherapie und Chemotherapie und soll die Wirksamkeit der Standardtherapien steigern können aber auch zur Verbesserung deren Verträglichkeit und zur Minimierung der Nebenwirkungen und damit zur Steigerung des Allgemeinbefindens führen.

Als ergänzendes Nahrungsergänzungsmittel kann Maitake auch gegen verschiedene Zivilisationserkrankungen hilfreich sein. In Studien wurden die Blutfett- und Cholesterinwerte gesenkt, der Blutzuckeranstieg gebremst und der Blutzuckerspiegel gesenkt.

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