Chaga Pilz, Inonotus obliquus

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Chaga Pilz, Inonotus obliquus

 

Name: Inonotus obliquus, Schiefer Schillerporling

Seit Jahrhunderten wird dieser unscheinbare Pilz in Russland und China bzw. Asien als Heilpilz und Vitalpilz verwendet. Schon im 11. Jhdt. wird berichtet, dass ein Pilzaufguss aus Chage den Großfürsten Wladimir Monomach vom Lippenkrebs heilte. Im Mittelalter galt der Pilz als wahres Allheilmittel bei schweren Erkrankungen wie Krebs, Magengeschwür, Organleiden, Drüsenleiden und Nervenleiden.

Auch in der Volksmedizin im baltischen Raum, Finnland, Polen und Russland gilt er als Anti-Krebsmittel, als Mittel gegen Geschwüre, als Kräftigungsmittel und Mittel gegen Gastritis. In Sibirien wird der Pilz als Tee gegen Magen-Darm-Probleme, Leberleiden, Herzleiden und Tuberkulose verwendet.

Im Chaga-Pilz konnten mehr als 215 Nährstoffe nachgewiesen werden, u.a. Superoxid-Dismutasen (SOD), die antioxidativ wirken. Weiterhin enthält der Pilz hunderte Wirkstoffe, die antibakteriell, leberschützend oder entzündungshemmend wirken.

Enthalten sind Triterpene, Tannine, Alkaloide, organische Säuren wie Vanilinsäure, Hydroxybenzoesäure, Syringasäure.

Verschiedene Studien haben die medizinische Wirksamkeit des Pilzes bewiesen, er hat nachweislich krebshemmende und zellschützende Eigenschaften. Schon unser Vorfahre Ötzi führte vor 5.300 Jahren während der Alpenüberquerung den Pilz mit sich.

Der Pilz gilt als Schmerzlinderer und Blutreiniger, soll Herz, Lunge, Leber und Immunsystem stärken und allgemein stärkend wirken.

Wichtige Inhaltsstoffe des Chaga sind Melanin-Komplexe und Betulin, Pterin, Triterpene in den ätherischen Ölen, Tannine, Alkaloide wie z.B. Vanillinsäure, Hydoxybenoesäure und viele Polysaccharide. Die genau wirksamen Substanzen sind noch nicht wissenschaftlich geklärt. Ursächlich für die zytostatischen Eigenschaften könnte u.U. Pterin und Betulin sein.

Während der 50er und 60er Jahre wurde in der Sowjetunion am Pilz geforscht. Er bewies in Studien seine Wirksamkeit besonders bei Darmkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs, Magenkrebs und Mischtumoren. In diesen russischen Studien kam es zur Linderung der Nebenwirkung der Chemotherapie, er reduzierte Schmerzen, regte den Appetit an und führte zur Besserung der allgemeinen Befindlichkeit. Weitere Studien zeigen, dass der Pilz das zentrale Nervensystem anregt und stärkt und bei chronischen Erkrankungen hilfreich sein kann und eine Zustandsverschlechterung dämpfen kann. Bei Magen- und Darmleiden kann er zur Normalisierung der Säureproduktion im Magen führen und die Enzymbildung im Zwölffingerdarm stützen. Auch bei HIV-Infektionen konnten Wirksamkeiten gezeigt werden.

Der Chaga-Pilz zeigt einen tiefgreifenden regulierenden Einfluss auf die Körperfunktionen und moderiert das Immunsystem.

Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie z.B. Morbus Crohn und den damit einhergehenden DNA-Schäden führte Chaga-Extrakt bei in vitro Studien zu einer Reduzierung der DNA-geschädigten Zellen. Möglicherweise könnte Chaga-Extrakt eine wertvolle Ergänzung sein, um den oxidativen Stress der Zellen im Allgemeinen zu reduzieren, der zu den DNA-Schäden in den Zellen führen könnte.

Chaga stärkt das Immunsystem und soll gegen Krebs helfen.

Bei folgenden Krankheiten haben Anwender positive Erfahrungen mit dem Chaga-Pilz sammeln können:

  • Krebs
  • Immunschwäche
  • Leberleiden
  • Erkrankungen von Magen und Darm
  • Diabetes
  • Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Bluthochdurck
  • Parodontitis (Entzündungen des Zahnhalteapparats)

Literatur:

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